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IG Schweizer Pharma KMU

Sie spielen eine wichtige Rolle bei Reformdiskussionen und Abstimmungskämpfen. Doch wofür stehen die verschiedenen Verbände und welche Vision verfolgen sie? Verschaffen Sie sich in dieser Serie einen Überblick. Wir starten mit dem IG Schweizer Pharma KMU und fragen beim Präsidenten Salvatore Volante nach.

Salvatore Volante, was brennt Ihnen aktuell unter den Nägeln?

Gesetzgebungsprozesse und Abstimmungskämpfe werden weitgehend auf Kostenaspekte reduziert. Die Reformdiskussion dreht sich zurzeit um die Finanzierung und vergessen werden die dazugehörigen hervorragenden Leistungen des Schweizer Gesundheitssystems. Politische Kräfte wollen eine Einheitskasse oder eine Staatsmedizin durchsetzen. Damit sind Wahlfreiheit und die Konkurrenz in der Grundversicherung eliminiert. Wir wissen aus anderen Ländern in der EU, dass dies markante Einbussen in der medizinischen Versorgung und dessen Qualität zur Folge hat.

Welches ist Ihr wichtigstes politisches Anliegen?

Wir wollen einen Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit Medikamenten leisten, insbesondere solche in der Grundversorgung. Dies zu bezahlbaren Preisen. Wir sind dezidiert gegen die Einführung eines Referenzpreissystems, weil dies die ohnehin in diesem Segment kritische Versorgung noch mehr gefährden würde.

Zu welchem Zweck wurde die IG Schweizer Pharma KMU gegründet?

In der Schweiz ansässige Pharma KMU-Firmen wie Streuli, Bioforce oder Drossapharm (weitere Mitglieder sind IBSA, Permamed und Zeller) wurden bisher in der politischen Meinungsbildung nicht berücksichtigt. Heute ist die IG Schweizer Pharma KMU Vernehmlassungsempfängerin. Wir stehen im aktiven Austausch mit den Behörden zu wichtigen Themen wie Preisbildung oder Versorgungsqualität.

Welchen Erfolg würden Sie als Meilenstein für den Verband bezeichnen?

Die IG Schweizer Pharma KMU wurde innerhalb eines Jahres bei den wichtigen Stakeholdern wie EDI, BAG, Swissmedic, sowie den Parlamentariern und Exponenten in der SGK-NR und SGK-SR wahrgenommen. Es ist uns gelungen, bei den verschiedenen Stakeholdern „Awareness“ für die höchstproblematische Preisbildung zu schaffen.

Was ist Ihre persönliche Motivation, den Verband zu vertreten?

Als vor 4 Jahren ein Schweizer Pharma KMU- Unternehmen auf mich zukam und aufzeigte, dass Gesetze und Verordnungen an den noch verbliebenen Pharma KMU’s vorbei „produziert“ wurden und diese bedrohten, entschied ich mich hierfür einzusetzen.

Wohin soll sich der Verband entwickeln?

Schweizer Pharma KMU sind von Veränderungen unmittelbar und hart betroffen. Sie stellen vor allem günstige Produkte in relativ bescheidenen Mengen her und erzielen keine grossen Margen. Preissenkungen schlagen für sie somit doppelt durch. Die Stimme dieser Akteure muss auch in Zukunft gehört werden. Wir sind offen mit weiteren Firmen in Kontakt zu treten, die zu unserem Leitbild passen.

Gründung: März 2015
Anzahl Mitglieder: 6

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