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ASSGP: Schweizerischer Fachverband für Selbstmedikation

ASSGP: Schweizerischer Fachverband für Selbstmedikation

Sie spielen eine wichtige Rolle bei Reformdiskussionen und Abstimmungskämpfen. Doch wofür stehen die verschiedenen Verbände und welche Vision verfolgen sie? Verschaffen Sie sich in dieser Serie einen Überblick. Wir stellen Ihnen heute die ASSGP vor und fragen beim Geschäftsführer Martin Bangerter nach.

Herr Bangerter, was brennt Ihnen aktuell unter den Nägeln?

Einerseits die sich rasch wandelnden Gesetze und Verordnungen in allen drei von uns betreuten Bereichen (OTC-)Arzneimittel, Medizinprodukte und Nahrungsergänzungsmittel. Andererseits soll im Zusammenhang mit den Kosten im Gesundheitswesen nicht «nur» über Sparmassnahmen debattiert werden. Es müssen Bereiche gestärkt werden, die zu einer Entlastung des hohen Kostendrucks beitragen und die Wahrnehmung der viel geforderten Eigenverantwortung für die Gesundheit durch die Patientinnen und Patienten auf sichere Art ermöglichen. Das Potenzial der Selbstmedikation ist diesbezüglich noch lange nicht ausgeschöpft.

Welches ist Ihr wichtigstes politisches Anliegen?

Selbstmedikation soll in der Schweiz möglichst umfassend, sicher, qualitativ hochstehend und aus Sicht des Gesundheitswesens kostendämpfend gelebt werden können. Mit ihren Produkten und Dienstleistungen können unsere Mitglieder entscheidend dazu beitragen, dass dies gelingt. Dazu sind sie auf möglichst optimale politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für ihre Geschäftstätigkeit angewiesen.

Zu welchem Zweck wurde die ASSGP gegründet?

Firmen, die mit ihren Produkten insbesondere im OTC-Markt tätig sind, haben oft andere Bedürfnisse und mit anderen Rahmenbedingungen zu kämpfen als Firmen, die verschreibungspflichtige Produkte herstellen und vertreiben. In der Zeit der Gründung der ASSGP hat sich die Selbstmedikation sehr stark entwickelt. Damit entstanden sehr rasch politische und wirtschaftliche Bedürfnisse, um die sich in der nötigen Breite und Tiefe keine andere Organisation kümmerte. Deshalb haben sich die Firmen zu einem eigenen Verband zusammengeschlossen. Dies ist in dieser Zeit übrigens nicht nur in der Schweiz passiert. Sowohl der europäische als auch der weltweite Verband der Hersteller und Distributoren von OTC-Arzneimitteln wurden kurz vor der ASSGP gegründet.

Welchen Erfolg würden Sie als Meilenstein für den Verband bezeichnen?

Der Erfolg der ASSGP besteht eher aus einem Mosaik hartnäckig erarbeiteter Errungenschaften, denn aus einem einzigen Meilenstein. Mit ihrem langjährigen Engagement hat die ASSGP massgeblich dazu beigetragen, dass sich der OTC-Markt und die entsprechenden Produkte in der Schweiz sehr gut etabliert haben und ein hohes Vertrauen bei der Bevölkerung geniessen. In keinem anderen Land in Europa ist die Bevölkerung bereit, so umfassend «out of the pocket» in die Gesundheit und die Behandlung leichter Erkrankungen zu investieren.

Was ist Ihre persönliche Motivation, den Verband zu führen?

Als diplomierter Drogist bin ich sozusagen mit dem Thema «Selbstmedikation» grossgeworden und habe in meiner Karriere sowohl im Fachhandel als auch in der OTC-Industrie viel Erfahrung sammeln können. Diese kann ich in meiner heutigen Funktion optimal einsetzen und weiterentwickeln. Das macht Spass.

Wohin soll sich der Verband entwickeln?

Der Verband muss sich noch stärker in den Bereich der europäischen Gesetzgebung und der entsprechenden Prozesse einbringen können. Wir stellen fest, dass ganz viele Regulierungen in der Schweiz auf EU-Recht beruhen oder dieses unverändert übernehmen. Wenn wir uns also für die hiesigen Rahmenbedingungen einsetzen wollen, müssen wir unsere Anliegen mit Unterstützung des europäischen Verbandes (AESGP) früher und konzentrierter in Brüssel einbringen. Dabei dürfen wir allerdings unseren Einfluss bei der nationalen Politik und bei «unseren» Behörden nicht schwächen, was in Anbetracht der zur Verfügung stehenden Ressourcen eine Herausforderung ist.

Gründungsjahr: 1969

Anzahl Mitglieder: 60 Firmen- und 40 Fördermitglieder

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