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Stettler-Outplacement: Professionell und individuell in eine neue Zukunft starten

Die Stettler Consulting AG versteht das Outplacement als Newplacement. Gemäss der Diplom-Psychologin Birgit Troschel dient der Einsatz von Outplacements gerade in Zeiten von COVID-19 nicht nur den gekündigten, sondern auch den verbleibenden Mitarbeitenden und ist für die Firmen eine wichtige Möglichkeit, das Employer-Branding zu erweitern. Erfahren Sie im Interview, warum dem so ist und was es mit dem Newplacement auf sich hat.

Birgit Troschel, Sie sind Diplom-Psychologin und führen seit über 20 Jahren Outplacements durch. Warum erachten Sie ein Outplacement gerade jetzt für sinnvoll?

Eine Kündigung ist grundsätzlich eine schwierige Situation. Aktuell wirkt zudem die COVID-19-Krise zusätzlich destabilisierend auf die Betroffenen, denn die Bewerbungsprozesse sind aktuell noch anspruchsvoller geworden. Während eines Remote-Vorstellungsgesprächs einen professionellen Eindruck zu hinterlassen ist eine Herausforderung. Und auch bei persönlichen Vorstellungsgesprächen entfallen aufgrund der pandemiebedingten Beschränkungen wichtige nonverbale Eindrücke wie der Händedruck oder die Mimik, wenn eine Maske einen grossen Teil des Gesichts verdeckt.

Für die Durchführung derartiger Vorstellungsgespräche besteht noch keine eingeübte, selbstverständliche Routine und es sind zusätzliches Know-how und Training gefordert. Ein entsprechend angepasstes Outplacement gibt da enorme Hilfestellung.

Gerade in dieser Zeit ist es auch für Unternehmen nicht einfach, können auch diese von einem Einsatz von Outplacements für ihre Mitarbeitenden profitieren?

Beide profitieren, Arbeitnehmer und Arbeitgeber. In der jetzigen Zeit von COVID-19 Kündigungen auszusprechen, ist nicht einfach und es hinterlässt auch Spuren bei den nichtgekündigten Mitarbeitenden. So kann sich die Einstellung und die Loyalität der Mitarbeitenden gegenüber dem Unternehmen wandeln, wenn der Eindruck entsteht, dieses agiere nach dem Motto „Hire & Fire“. Dies gilt insbesondere, wenn intern gut vernetzte oder langjährig angestellten Mitarbeitenden gekündigt wird. Ob nun die Kündigungsgründe strukturell oder finanziell bedingt sind, ist dabei irrelevant. Die Unsicherheit und Ungewissheit und dadurch die Unzufriedenheit bei den verbleibenden Mitarbeitenden nehmen zu, was sich in absehbarer Zeit negativ auf den Erfolg des Unternehmens auswirken kann.

Mit dem Angebot eines Outplacements wachsen die Sicherheit, die Motivation und das Vertrauen der Mitarbeitenden in das Unternehmen, das offensichtlich ihrer Fürsorgepflicht nachkommt. Ebenso erhalten auch die Line Manager im Rahmen des Outplacements Hilfe und Unterstützung im Kündigungsprozess.

Können Sie uns Ihre Erfolgsstrategie verraten? Welche Tools und Prozesse wenden Sie an?

Für die meisten Mitarbeitenden ist eine Kündigung eine persönliche Krise, selbst wenn sie sich im Vorfeld abgezeichnet hat. Die persönliche Begleitung durch diesen Prozess maximiert den Erfolg, nämlich durch mehr Sicherheit und Kompetenz im Bewerbungsprozess die maximale Chance zu haben, wieder einen Job zu finden. Wir gehen nicht nach Standardprogrammen vor, sondern entwickeln ein ganz spezifisches und individuell angepasstes Outplacement. Da Rekrutierung unsere Kernkompetenz ist, haben wir hausintern Zugriff auf alle aktuellen Tools, sind am Puls des Arbeitsmarkts, kennen alle potenziellen Arbeitgeber und können dieses Know-how effektiv und passgenau zur Verfügung stellen. Wir können zusätzlich unser Outplacement-Angebot zu einem sehr günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten.

Zusammen mit dem Klienten passen Sie die Bewerbungsstrategie an den Bewerbungsprozess an, wie darf man sich diese Anpassung vorstellen?

Es ist ein gemeinsamer Prozess, in dem wir eine genaue Standortbestimmung durchführen und u. a. mit Assessments nach neuen Möglichkeiten suchen, wie es weitergehen könnte. Die Krise wird als Chance betrachtet. Wir suchen nicht zwingend den gleichen Job bei einem neuen Arbeitgeber, sondern betrachten das Gesamtbild und begleiten Kandidaten bei der Neudefinition ihrer Karriereziele. So kann es durchaus sein, dass jemand sich einen lang ersehnten Traum ausserhalb des eingetretenen Karrierepfades erfüllt. Ausserhalb des Mainstreams gibt es ganz viele neue Berufsfelder.

Welches Tool, das Sie im Rahmen der Outplacement-Lösungen anbieten, ist besonders effektiv und lehrreich?

Die persönliche Begleitung wird als sehr hilfreich erlebt. Videofeedbacks helfen enorm, sind aber nicht immer sinnvoll. Da eine Kündigung bereits einen hohen Stress auslöst, setzen wir dieses Tool nur ein, wenn die Kandidaten dazu bereit sind und nachdem sie die Komfortzone verlassen können und wollen. Auch diesen Prozess begleiten wir. Das Videofeedback wird bei den Kandidaten schlussendlich immer sehr geschätzt. Es ist ein sehr effizientes Tool!

Statt Outplacement favorisieren Sie den Begriff Newplacement …

Genau, weil etwas Neues stattfinden soll. Die Vision ist, eine krisenhafte Situation als Chance zu sehen, gemeinsam für die Person einen neuen Ort zu finden. Nicht selten ist das sogar eine Neuausrichtung des Tätigkeitsfelds an einem Ort, wo Arbeitgeber und Arbeitnehmer besser zusammenpassen. Das Ziel ist es, für alle den «Best fit» zu finden.

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Welche Themen bewegen das Gesundheitswesen? Wie gehen Unternehmen mit den anstehenden Herausforderungen um? Welche Trends zeichnen sich ab? Denkanstösse für den Branchenalltag? Im persönlichen Stettler Impuls Interview kommen exklusiv spannende Impulsgeber und Innovatoren zu Wort.

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